Antrag: Ratten schützen und Gift verbieten!

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt Spandau wird ersucht,

  1. künftig keine Giftköder mehr zur Rattenbekämpfung einzusetzen.
  2. stattdessen nachhaltige und tierschutzgerechte Maßnahmen wie z. B. Lebendfallen und bauliche Prävention zu nutzen
  3. eine Aufklärungskampagne über hygienische Ursachen, z. B. unsachgemäße Müllentsorgung, Essensreste, sowie über tierfreundliche Alternativen durchzuführen.

Begründung:

Der Einsatz von Gift ist ethisch bedenklich, gefährdet andere Lebewesen und erweist sich langfristig als wirkungslos. Rattenpopulationen entstehen in der Regel durch menschliches Fehlverhalten, etwa durch mangelnde Hygiene oder bauliche Mängel. Das Umweltbundesamt schreibt dazu: „Eine Bekämpfung von Ratten ohne Beseitigung der Ursachen (d.h. der Nahrungsgrundlagen wie beispielsweise offen gelagerter Müll, Lebensmittel auf Komposthaufen etc.) ist wenig Erfolg versprechend. […] Eine permanente Giftköderung ist nicht sinnvoll und führt zu Resistenzen gegen das eingesetzte Gift.“ ¹

Die Tiere sterben erst 2-7 Tage nach der Einnahme des Giftes. Das bedeutet einen langsamen, qualvollen Tod, bis die Tiere dann an ihren inneren Blutungen sterben. ²

Wissenschaftlich fundierte, tierfreundliche Strategien sind effektiver und sicherer für Umwelt, Menschen und Tiere.

¹ https://www.umweltbundesamt.de/rodentizide#stand-der-technik

² https://www.bund-sh.de/stadtnatur/rattengift/

 

Status: 1944/XXI – Antrag – Ratten schützen und Gift verbieten!

Verlauf: Unser Antrag „Ratten schützen & Gift verbieten“ wurde an den Ausschuss überwiesen. Wir kämpfen weiter für giftfreie, tierfreundliche Lösungen

Abonnieren Sie unseren Newsletter!